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제목 제 22회 설악심포지움 안내
작성일자 2015-04-20

안녕하세요!

오는 9월에 개최되는 설악심포지움 안내입니다.

회원님들의 많은 관심을 부탁드립니다.

 

Das 22. Sorak-Symposium 2015 (KGG)

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Stabilität und Variation in der deutschen Sprache

- Strukturen des Systems und Regularitäten des Sprachgebrauchs.

 

Zeit: Freitag, 18. September Sonntag, 20. September 2015

Ort: SNUH HRD Center in Munkyung (http://www.snuh.org/hrd)

 

Mit Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Ludwig M. Eichinger

(Universität Mannheim, Direktor des Institut für Deutsche Sprache)


Veranstaltet von der Koreanischen Gesellschaft für Germanistik (KGG)

in Zusammenarbeit mit dem DAAD


Organisationskomitee

 

KANG Chang Uh (Vorsitzender, Seoul National-Uni), PARK Song Chol (Korea Uni)

LEE Mi-Young (Hankunk Fremdsprachen-Uni), LEE Sung-Eun (Seoul National-Uni)

LEE Wonkyung (Incheon National-Uni), LIM Seong-Woo (Yeungnam Uni)

JEON Chun Myeong (Hanshin Uni), JIN Jeongkun (Kongju National-Uni)

CHOE Jiyoung (Ewha Frauen-Uni), HONG Mun Pyo (Sungkyunkwan Uni)

HWANG Eun Mi (Seoul National-Uni)

Anja SCHERPINSKI (Hankunk Fremdsprachen-Uni)

 

Kontaktadresse für die Teilnehmer

 

Prof. Dr. HONG Mun-Pyo, skkhmp@skku.edu, 010-7732-6752

Prof. Dr. LEE Sung-Eun, cristlo5@snu.ac.kr, 010-3795-1327

 

. Aufbau des Symposiums

Das 22. Sorak-Symposium in Munkyung findet im linguistischen Rahmen statt, wobei die grammatische Diskussionen um „Form-Semantik-Korrelation“, „Folgen korpusbasierter Empirie“ und „Typologisch-vergleichende Beschreibungen“ drei wesentliche Punkte darstellen. Diejenige Vortragsthemen, die außerhalb dieses Bereichs lägen, können auch in das Programm des Symposiums eingebracht werden, da für sie eine Sondersektion geplant ist. Im Laufe der zweihalbtägigen Sitzungen erwarten wir etwa 3 bis 4 Vorträge von Herrn Prof Eichinger einschließlich des Eröffnungsvortrags und jeweils einen Vortrag von den Gästen ostasiatischen Nachbarländern, sowie von unseren koreanischen und deutschen KollegInnen.

. Themenbeschreibung

 

Fast hundert Jahre alt ist nun der berühmte Gründungssatz der sogenannten modernen Sprachwissenschaft, dass die Sprache ein System von Zeichen sei, und es ist das erkennbar eine sinnvolle Abstraktion, die auch ihre Folgen hatte: die grammatische Beschreibung der deutschen Sprache kann diese systematischen Strukturen in großer Genauigkeit erfassen. So liegen grammatische Beschreibungen vor, die einen Überblick erlauben und eine methodische Genauigkeit zeigen, die jetzt Schritte darüber hinaus erlauben. Einen bedeutenden Schritt in der aktuellen Diskussion stellt dabei dar, dass auf dieser Basis die Interaktion zwischen syntaktischen und semantischen Steuerungsmechanismen und Organisationsprinzipien systematisch einbezogen wird, was einerseits neue Erscheinungen erkennen lässt bzw. die Bedeutung bestimmter Erscheinungen verändert, andererseits theoretische Folgen hat, was die Bedeutung im engeren Sinn grammatischer (syntaktischer, morphologischer) und lexikalischer Steuerung betrifft. Ein gutes Beispiel für die veränderte Sichtbarkeit eher als marginal angesehener Elemente ist die Beschäftigung mit Satzverknüpfungen (vgl. Breindl/ Volodina/ Waßner 2014), aber auch so etwas wie die Strukturierung des Satzes in der Interaktion der strukturierenden Kraft des Verbs („Valenz“) und der Konstellation der Argumente (was z.B. viel im Kontext von Bewegungsverben und des Ausdrucks von Bewegung diskutiert wird; s. Beiträge in Engelberg/Holler/Proost 2011). Hier sieht man schon, wie die Erwartbarkeit lexikalischer Verbindungen („Kookkurrenzen“; „Konstruktionen“ u.ä. ) eine größere Bedeutung gewinnt, als das klassischerweise in der Phraseologieforschung der Fall ist. Das spielt zum Beispiel auch in Teilen der Wortbildung eine Rolle etwa den (trennbaren) Partikelverben (vgl. Eichinger 2000), bei denen schwer zu entscheiden ist, ob sie eher zur Syntax oder zum Lexikon gehören.

Ein Grund für diese Verschiebung ist, dass uns mit den nunmehr vorhandenen Möglichkeiten elektronischer Korpora und den dazugehörigen Analysewerkzeugen (vgl. COSMAS bzw. für die gesprochene Sprache DGD2) eine neue Art empirischer Herangehensweisen an sprachliche Fragen zur Verfügung steht, die es uns zumindest erlaubt, auf eine Vielfalt von Erscheinungen zu stoßen und ihre Größenordnung beim jeweiligen Problem einschätzen zu können (vgl. z.B. Genitiv-Datensätze [vgl. Eichinger in Akademien (2013)], grammis/Korpusgrammatik). Diese Bestände und Werkzeuge bieten auch eine verlässlichere, da breiter fundierte Basis dafür, Verwendungsalternativen zu überprüfen, und so Variationsphänomene (und womöglich ihre Ursachen) zu erfassen. Sie können zudem dazu genutzt werden, im Vergleich über die Zeit hin Entwicklungen nachzuzeichnen und ihren systematischen Status zu bewerten. Diese Beobachtungen beziehen sich auf die verschiedensten Phänomene. So kann man zum Beispiel auf diese Weise sehen, welche systematischen Prozesse, Abstufungen und Bedingungen (Texttyp, Stil usw.) bei der grammatischen Integration neuen (entlehnten) Wortschatzes gewählt werden (vgl. z.B. Eisenberg in Akademien 2013) , oder auch, welche Präferenzen sich bei der Verwendung der Kasus ergeben.

Von diesen letzten Beispielen lässt sich die Verbindung zu einem dritten Punkt ziehen, einer Entwicklung, die beobachteten Prozesse und Veränderungen in einem vom typologischen Einordnungen geprägten Rahmen zu sehen. Im Hinblick auf die Beschreibung der einzelsprachlichen Verhältnisse ist die Basis dafür eine funktionale Interpretation der Möglichkeiten und Verwendungspräferenzen in der eigenen Sprache. In dieser Weise kann man zum Beispiel die Veränderungen im Bereich der Nominalmorphologie (Genitiv-.Dativ-Fragen o.ä.; vgl. Eichinger in Akademien 2013 und Eichinger/Rothe 2014) erklären, ohne auf Verfallsannahmen zurückgreifen zu müssen (s. Plewnia/Witt 2014). Das hat gleichzeitig zur Folge, dass der Sprachvergleich, seine methodische Weiterentwicklung und praktische Nutzung, wieder an Bedeutung gewinnen, als ein Mittel, die funktionalen Kategorien mit den Wahlmöglichkeiten, die das Deutsche aufgrund seiner strukturellen Charakteristika hat, zu verrechnen. Für den deutschen Nominalbereich spielen dabei z.B. Fragen der Determination („Artikel“) eine Rolle, aber auch (unter dem Stichwort „Attribution“) Fragen des Übergangs und der Differenz von Syntax und Wortbildung (bes. Komposition)

Mit den drei in diesem Text angesprochenen Themen „Strukturelle Genauigkeit; Form-Semantik-Korrelation“, „Folgen korpusbasierter Empirie“ und „Typologisch-vergleichende Beschreibungen“ sind drei wesentliche Punkte benannt, von denen die grammatische Diskussion zum Deutschen gekennzeichnet ist. Wie die angedeuteten Beispiele zeigen, lassen sich die verschiedensten grammatischen (und z.T. lexikalischen) Fragen im Hinblick auf ihre Beschreibung, auf ihre theoretische Einordnung, aber auch auf Entwicklungen im Deutschen in diesem Rahmen einbringen.

 

Literaturhinweise (Auswahl)

 

[Akademien 2013] Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung/ Union der deutschen Akademien der Wissenschaften (Hg.)(2013): Reichtum und Armut der deutschen Sprache, Berlin/Boston: de Gruyter.

Breindl, Eva / Volodina, Anna / Waßner, Ulrich Hermann (2014): Handbuch der deutschen Konnektoren 2. Semantik der deutschen Satzverknüpfer. 2 Teilbände (= Schriften des IDS 13) Berlin / Boston: de Gruyter.

COSMAS II: https://cosmas2.ids-mannheim.de/cosmas2-web/[SchriftsprachlicheKorpora]

Archiv für Gesprochenes Deutsch. http://agd.ids-mannheim.de/datenbanken.shtml[SprechsprachlicheKorpora]

Dudenredakton (Hg.) (2009): Duden - Die Grammatik. 8., überarb. Aufl., Mannheim / Wien / Zürich : Dudenverlag

Eichinger, Ludwig M. (2000): Deutsche Wortbildung. Tübingen: Narr.

Eichinger, Ludwig M. (2003): Natürlichkeit, Sprachtyp und kulturelle Erwartungen, in: Jahrbuch DaF 29, S. 193-219.

Eichinger, Ludwig M. (2011): Normprobleme, oder: Variation ist sinnvoll. Überlegungen zum heutigen Deutsch. Stuttgart: Franz Steiner Verlag.

Eichinger, Ludwig M. (Hg.) (2015): Sprachwissenschaft im Fokus. Positionsbestimmungen und Perspektiven (= Jahrbuch des IDS 2014) Berlin / Boston: de Gruyter [erscheint Februar 2015].

Eisenberg, Peter (2013): Grundriss der deutschen Grammatik. 2 Bde. (Das Wort; Der Satz). 4. Aufl. Stuttgart ; Weimar : Metzler.

Engelberg, Stefan / Holler, Anke / Proost, Kristel (Hg.) (2011): Sprachliches Wissen zwischen Lexikon und Grammatik (= Jahrbuch des IDS 2010) Berlin / Boston: de Gruyter, 2011.

Grammis 2.0. http://hypermedia.ids-mannheim.de/call/public/korpus.ansicht[grammatischesInformationssystem]

Gunkel, Lutz / Zifonun, Gisela (Hg.) (2012): Deutsch im Sprachvergleich Grammatische Kontraste und Konvergenzen. (= Jahrbuch des IDS 2011) Berlin / Boston: de Gruyter.

Konopka, Marek / Strecker, Bruno (Hg.) (2009). Deutsche Grammatik Regeln, Normen, Sprachgebrauch (=Jahrbuch des IDS 2008). Berlin / New York: de Gruyter.

Plewnia, Albrecht / Witt, Andreas (Hg.) (2014): Sprachverfall? Dynamik Wandel Variation (= Jahrbuch des IDS 2013) Berlin / Boston: de Gruyter.

Zifonun, Gisela u.a. (1997): Grammatik der deutschen Sprache (= Schriften des IDS 7). Berlin [u.a.]: De Gruyter.

 

Zur Person

 

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Ludwig M. Eichinger ist seit 2002 Direktor des Instituts für Deutsche Sprache (IDS) und Ordinarius für Germanistische Linguistik an der Universität Mannheim. Er wurde 1980 mit einer Arbeit zur Adjektivwortbildung promoviert und 1986 mit einer Arbeit zu "Raum und Zeit im deutschen Verbwortschatz" habilitiert. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören Syntax und Wortbildung des Deutschen, Sprachgeschichte, Regionalsprachforschung, Soziolinguistik (u.a. Sprachminderheiten), Sprachwissenschaftsgeschichte (v.a. 18. Jahrhundert), Stilistik und Textlinguistik. Er hat ca. 250 Publikationen zu diesen Bereichen vorgelegt. Prof. Eichinger war zu Gastprofessuren und -dozenturen in Burkina Faso, China, Finnland, Großbritannien, Indien, Mali, Norwegen, Österreich und den USA. Er hat Ehrendoktorate der Universität Veszprém (Ungarn) und Bukarest (Rumänien), den Titel eines Gastprofessors an der Foreign Studies University Beijing. Er ist Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Literatur zu Mainz und der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.

 

 

. Anmeldung

 

Die Interessenten werden gebeten, sich bis zum 10. Mai 2015 bei Herrn Prof. Dr. HONG Mun-Pyo, skkhmp@skku.edu, 010-7732-6752/ Herrn Prof. Dr. LEE Sung-Eun (cristlo5@snu.ac.kr, 010-3795-1327) anzumelden. Dabei sollen gemäß dem beigefügten Anmeldeformular die entsprechenden Daten angegeben werden.

 

 

 

Teilnahmegebühren

Die Teilnahmegebühren betragen für Professoren 180.000 Won, für Lehrbeauftragte 100.000 Won und Studenten 70.000 Won. (Bei frühzeitiger Anmeldung und gleichzeitiger Überweisung der Teilnahmegebühr auf das unten angegebene Konto bis 10. ermäßigt sich die Gebühr auf 160,000 Won/90,000 Won/60,000 Won). Die Gebühren beinhalten die Kosten für 2 Übernachtungen (bei Belegung eines Zimmers mit zwei Personen), alle Mahlzeiten und Getränke während der Tagung, sowie für die Tagungsunterlagen. Es besteht außerdem die Möglichkeit, gegen einen Aufpreis ein Einzelzimmer zu reservieren (Aufpreis 60.000 Won pro Person für zwei Übernachtungen). Die Teilnahmegebühren sind möglichst bis zum 15. August auf das unten genannte Bankkonto zu überweisen oder können auch bei der Anmeldung am Tagungsort entrichtet werden.

 

Konto-Nr.: 1002-149-682771 bei Woori Bank, Kontoinhaber: HWANG Eun-Mi

 

. Hinweise zu den Referenten

 

Für jedes Referat sind 40 Minuten vorgesehen (25-30 Minuten für das Referat, die 10-15 Minuten für die Diskussion). Alle Referenten werden daher gebeten, einen Manuskriptumfang von 6 DIN A4-Seiten nicht zu überschreiten. Es wird empfohlen, das Manuskript mit dem Textverarbeitungsprogramm MS-Word zu erstellen und bis zum 14. August per E-Mail an Herrn Prof. Dr. JIN Jeongkun, jinjk@kongju.ac.kr, H.P. 010-8920-2276) zu senden.

 

Dokumentation des Symposiums

 

Die Referate können wenn das gewünscht ist in erweiterter und eventuell überarbeiteter Form in der offiziellen Zeitschrift der KGG, der "Dogilmunhak", veröffentlicht werden. Sie werden dann in der "Dogilmunhak", die Ende Dezember 2015 erscheint, publiziert. Darum wird der Verfasser gebeten, das veröffentlichgungsreife Manuskript bis 31. Oktober 2015 einzureichen. Die Publikationskosten sind vom Verfasser zu tragen. Für die Veröffentlichung der Beiträge von den eingeladenen Gästen übernimmt die KGG die Kosten.

 

 

첨부파일
Anmeldeformular.doc